Wann brauche ich eine künstliche Hüfte?

Wann brauche ich eine künstliche Hüfte?

Ein neues Hüftgelenk muss eingesetzt werden, wenn der Gelenkknorpel extrem verschlissen ist. Ärzte sprechen von Coxarthrose (Coxa, aus dem Lateinischen = die Hüfte).

Häufige Gründe für den Verschleiß: rheumatische Erkrankungen, angeborene Fehlbildungen, eine dauerhafte Überbelastung des Hüftgelenks sowie Übergewicht. In 60 % der Fälle bleibt die Ursache allerdings unbekannt. Frauen sind öfter betroffen als Männer.

Welche Beschwerden kann eine Hüftarthrose auslösen?

Sie macht sich meist in Form von Schmerzen in der Leisten- oder Gesäßgegend bemerkbar. Die Schmerzen können aber auch in den Oberschenkel, das Kniegelenk oder die Wirbelsäule ausstrahlen.

Viele Patienten klagen darüber, dass sie morgens ‚nicht in Gang kommen‘ (Anlaufschmerz) oder dass manche Bewegungen sehr schmerzhaft sind. Bei fortgeschrittener Arthrose treten die Schmerzen manchmal sogar nachts auf.

Wie wird eine Hüftarthrose festgestellt?

Der Orthopäde untersucht den Patienten. Wichtigste Hinweiszeichen: Bei einer Coxarthrose ist besonders die Drehbewegung des Hüftgelenks nach innen (Innenrotation) eingeschränkt. Hilfreich sind auch Röntgenaufnahmen oder spezielle Schichtaufnahmen (z. B. eine Computertomografie) des Hüftgelenks.

Wie läuft die Operation ab?

Der Hüftgelenksersatz ist zu einer Routine-OP geworden, dauert rund 1,5 Stunden. Man kann zwischen einer Vollnarkose oder einer Narkoseform wählen, bei der nur die untere Körperhälfte betäubt wird.

Es gibt zementierte und zementfreie Prothesen, außerdem sogenannte Hybrid-Prothesen.

• Bei zementierten Prothesen wird eine Art Klebstoff angewandt, um die Prothese sicher in der Gelenkpfanne zu verankern. Der Prothesenschaft besteht in der Regel aus Titan. Während der OP müssen sowohl der Oberschenkelhals als auch die Hüftgelenkspfanne bearbeitet werden.

• Eine zementfreie Prothese wird eher bei jüngeren Patienten eingesetzt. Hierbei wird die Prothese genau in den Oberschenkel eingepasst. Denn: Nicht nur 50- bis 60-jährige Patienten können eine Coxarthrose bekommen, sondern durchaus auch jüngere.

• Die Hybridprothese stellt eine Kombination aus zementfreier und zementierter Prothese dar: Die Gelenkpfanne wird zementfrei verankert, der Schaft mit Knochenzement befestigt.

Was kostet die OP?

Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks kostet im Schnitt 7600 Euro und wird von denKrankenkassen übernommen.

Können Komplikationen auftreten?

Ja, man muss mit allgemeinen Risiken und Komplikationen rechnen, wie sie bei jeder OP auftreten können: Blutergüsse, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Verletzungen eines Blutgefäßes oder Nervenverletzungen. Spezielle Komplikationen bei der Hüft-OP sind Brüche des Oberschenkelschaftes.

Wie lange halten Prothesen?

Die Erfahrungen zeigen, dass eine Hüftgelenksprothese im Schnitt bis zu zehn Jahren problemlos vertragen wird. Manchmal sogar weit über 20 Jahre. Dennoch müssen die Patienten damit rechnen, dass ihr Implantat irgendwann ausgetauscht werden muss.

Welche Sportarten sind mit einer Hüftprothese sinnvoll?

Bei normalem Verlauf der Operation und anschließender erfolgreicher Rehabilitation sind Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Golfspielen oder Wandern ohne Probleme wieder möglich. Ungeeignet sind alpiner Skisport (wenn, dann frühestens nach einem Jahr) und Skilanglauf wegen der Sturzgefahren sowie sämtliche Wettkampfsportarten mit direktem Gegnerkontakt.

Dr. Jochen Müller-Stromberg

 

Praxis für Schmerztherapie Wegberg
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